Hier konnte das SHWBw helfen (nur einige Beispiele)

Hier präsentieren wir ihnen/euch einige Bespiele, in denen das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. helfen konnte.

 

 Lebensunterhalt/ Wohnungseinrichtung

Herr Feldwebel d.R. J. war von Juli bis Dezember 2012 als Sprachmittler im Einsatz in Afghanistan. Herr J. hat seit seiner Rückkehr aus Afghanistan mit schwersten Symptomen zu kämpfen, die auf PTBS hindeuten. Er ist sozial abgerutscht und lebt nach einer Zeit als Obdachloser jetzt in einer Ein-Zimmerwohnung als Hartz-IV-Empfänger. Ein Antrag auf Wiedereinstellung in die Bundeswehr läuft, ist aber derzeit noch nicht entschieden. Um seine materielle Situation etwas zu verbessern und eine Grundaustattung für die kleine Wohnung zu ermöglichen, stellte der zuständige Sozialdienst einen Antrag bei der „Härtefall-Stiftung“ der Bundeswehr. Da die „Härtefall-Stiftung“ sich außerstande sah, Herrn J. schnell und kurzfristig zu unterstützen, bat Sie das Soldatenhilfswerk um schnelle und unbürokratische Hilfe für den Betroffenen! Das Soldatenhilfswerk hat den Fall in seinem Spendenausschuss beraten und Herrn J. eine Kameradschaftshilfe von 5.000.- Euro bewilligt.

Besuchsfahrten, Wohnungsbrand und Autounfall

Herr Oberfähnrich z.S. B. ist ist verheiratet und Vater eines Sohnes. Im Mai 2014 erlitt die Ehefrau mit 32 Jahren einen dreifachen Schlaganfall, an dem sie fast verstorben wäre. Durch notwendige Besuchsfahrten, einen Wohnungsbrand (ebenfalls im Mai 2014) und einen Autounfall mit Totalschaden geriet die Familie in eine finanzielle Notlage. Der zuständige Sozialdienst der Bundeswehr, der eingeschaltet wurde, wandte sich daraufhin an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um eine finanzielle Unterstützung.
Nach Beratung im Spendenausschuss hat das Soldatenhilfswerk dieser Bitte entsprochen und die Fahrtkosten von Herrn B. in Höhe von 3.200.- Euro übernommen sowie einen Zuschuss zu den Folgen des Wohnungsbrands gewährt. Die Gesamthilfe an Familie B. belief sich auf 5.000.- Euro.

Behindertengerechter Umbau und Fahrtkosten

 

Herr Hauptgefreiter Z. ist seit einem privaten Unfall querschnittsgelähmt und vollständig auf fremde Hilfe angewiesen. Den Eltern, die die Betreuung ihres Sohnes übernommen haben, ist es nach monatelangem Suchen gelungen, eine geeignete Wohnung (barrierefrei und behindertengerecht) in Osnabrück zu finden. Da die Eltern über nur geringe Einkünfte verfügen und sie von Hartz IV leben, waren sie auf geliehenes Geld von Verwandten und Freunden angewiesen. Insgesamt waren an Unterstützungsgeldern von den Eltern für ihren Sohn (darunter höhere Mietkosten, Kaution, Vorauszahlungen für nötige Umbauten, Fahrtkosten etc.) Beträge im beinahe fünfstelligen Bereich zusammengekommen.
Der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr hat sich vor diesem Hintergrund an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um Unterstützung gewandt. Das Soldatenhilfswerk hat den Antrag im Spendenausschuss beraten und eine Kameradschaftshilfe von 15.000.- Euro bewilligt.

Erkrankung Kind

Frau Stabsunteroffizier W. ist ledig, Mutter eines sechs Monate alten schwerstbehinderten Kindes und derzeit in Elternzeit. Der Vater des Kindes (ebenfalls Soldat) beendete die Beziehung abrupt, als ihm die Schwangerschaft bekannt wurde. Der Sohn der alleinerziehenden Frau ist auf ständige Kontrolluntersuchungen in Kliniken (Heidelberg, Köln) und bei Fachärzten im weiteren Umfeld angewiesen. Die Soldatin nutzt für diese Termine das eigene Kfz. Die Wohnung der Soldatin ist wegen der notwendigen umfangreichen medizinischen Behandlungs- und Überwachungsapparaturen zu klein geworden. Sie suchte daher eine kostengünstige größere Wohnung im Umfeld spezialisierter Dienstleister,die eine fachgerechte Unterstützung bei der Pflege und Betreuung von behinderten Kleinkindern anbieten.

Die Mehrausgaben aufgrund der Behinderung ihres Sohnes haben die finanziellen Möglichkeiten von Frau Stabsunteroffizier W. erheblich überschritten. Wegen der zusätzlichen Fahrtkosten, der Aufenthaltskosten an den Klinikorten und anfallender Kosten für eine neue Wohnung hat der zuständige Sozialdienst der Bundeswehr einen Antrag auf finanzielle Zuwendung von 5.000.- Euro an das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. gerichtet.

Der Spendenausschuss des Soldatenhilfswerks hat dem Antrag entsprochen und einen Betrag in dieser Höhe für die Soldatin entschieden.

Deckenliftsystem für den behinderten Sohn

Herr Stabsfeldwebel S. ist verheiratet. Seine Ehefrau leidet unter Multipler Sklerose. Zum Haushalt gehören 3 Kinder im Alter von 20, 18 und 14 Jahren. Der jüngste Sohn ist von Geburt an schwerstbehindert. Zum Transport dieses schwerstbehinderten Kindes im Obergeschoss des Wohnhauses wurde ein Deckenliftsystem benötigt. Die Anschaffungskosten dieses Deckenliftsystems beliefen  sich auf ca. 11.000.- Euro. Die Kranken- bzw. Pflegeversicherung lehnten die Kostenübernahme für dieses Hilfsmittel mehrfach ab. Aus eigener Kraft konnte die Familie die Kosten für das benötigte Grerät nicht aufbringen.

In dieser Situation hat sich der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk gewandt mit der Bitte um finanzielle Unterstützung. Das Soldatenhilfswerk hat den Antrag in seinem Spendenausschuss beraten und der Familie einen Zuschuss zu den Anschaffungskosten in Höhe von rund 8.200.- Euro bewilligt

Krebserkrankung

Nach einem epileptischen Anfall Anfang März 2013 stellte sich heraus, dass Obergefreiter W. unheilbar an einem besonders aggressiven Krebs leidet. Seit November 2013 war er halbseitig gelähmt und hatte seitdem Schwierigkeiten, sich zu artikulieren. Er wurde im Haus seiner Eltern gepflegt. Durch Inanspruchnahme einer Heilpraktikerin entstanden der Familie Kosten, die nicht im Rahmen der freien Heilfürsorge übernommen werden. Das Soldatenhilfswerk hat als erste Maßnahme Kosten in Höhe von 500.- Euro übernommen.

Im Januar 2014 erhielten wir dann die traurige Nachricht, dass der junge Soldat über die Weihnachtstage seinem Leiden erlegen ist und erlöst wurde. Wir unterstützten die Familie daraufhin noch einmal mit 3.500.- Euro.

Soldat tötet sein Kind und anschließend sich selbst

Oberleutnant J. hat am 17. Februar 2013 zunächst seinen 7-jährigen Sohn und dann sich selbst getötet. Hinterbliebene ist die Ehefrau.

Insbesondere für die Beisetzung des Sohnes fielen Kosten in beträchtlichem Umfang an, die nicht durch die Bundeswehr übernommen werden konnten. Größere finanzielle Mittel waren nicht vorhanden, eine Berufstätigkeit der Witwe ist/war nicht gegeben.

Das Soldatenhilfswerk e.V. hat in dieser Situation geholfen und aus dem Spendenaufkommen der Soldaten der Bundeswehr 5.000.- Euro an die Witwe überwiesen.

 

 

Frühgeburt/Tod eines Kindes

Herr Hauptgefreiter H. und seine Freundin sollten Mitte Juli 2013 Eltern werden. Im Mai 2013 verstarb der Sohn nach einer zunächst problemlos verlaufenden Schwangerschaft in der 30. Woche jedoch unerwartet im Mutterleib. Die Kosten in Verbindung mit der Trauerfeier und der Beisetzung des Babys konnte das junge Paar nicht aus eigenen Mitteln bestreiten.

Der zuständige Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. beantragte daher eine Unterstützung. Das Soldatenhilfswerk bewilligte dazu eine Hilfe in Höhe von 3.500.- Euro.

 

 

Tod eines Soldaten nach Gehirnblutung

Am 16.01.2014 verstarb Herr Stabsfeldwebel D. plötzlich und unerwartet im Krankenhaus an Hirnbluten. Er hinterlässt drei Söhne sowie seine Lebensgefährtin mit zwei Kindern.

Auf Antrag der Dienststelle ist das Soldatenhilfswerk umgehend tätig geworden und hat an die Hinterbliebenen zur Milderung der finanziellen Belastungen als Soforthilfe 4.400.- Euro überwiesen.

 

Hauptfeldwebel erkrankte an ALS

Herr Hauptfeldwebel G. hat mit seiner Lebensgefährtin einen gemeinsamen Sohn. Im September 2011 zeigten sich bei ihm erste Symptome der schweren Nervenzellenerkrankung ALS. Inzwischen ist die Erkrankung rapide fortgeschritten. Er ist vollständig auf den Rollstuhl angewiesen und kann beide Beine sowie den linken Arm nicht mehr eigenständig bewegen. Zur Bewältigung des immer schwieriger werdenden Alltags benötigte das junge Paar dringend ein behindertengerechtes Auto. Aus eigenen Kräften konnte die Familie die finanziellen Mittel für diese Anschaffung nicht aufbringen.

In dieser Situation hat sich der zuständige Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um finanzielle Unterstützung gewandt. Es wurde eine Unterstützung in Höhe von 11.000.- Euro gewährt.

 

Ehefrau starb überraschend

Herr Hauptfeldwebel F. und seine Ehefrau hatten in ihrer Beziehung zunächst schwierige Jahre, da ihr sehnlicher Kinderwunsch nicht in Erfüllung ging. Mehrere Versuche einer Hormonbehandlung im Rahmen einer künstlichen Befruchtung führten zu Belastungen finanzieller Art (Eigenanteil: 15.000.- Euro) und zusätzlich bei der Ehefrau auch zu psychischen Beeinträchtigungen. Die Schwangerschaft, zu der es zuletzt dann doch kam, und die Geburt von gesunden Zwillingen, löste Freude aus, allerdings bildete sich aufgrund der lang andauernden Stress- und Belastungssituation bei der Ehefrau eine schwere Depression heraus.

Als diese schwere Erkrankung dann allmählich abgeklungen war, verstarb Frau F. völlig unerwartet im Februar 2013 beim Joggen, in Folge einer leichten Infektion, die das Herz geschädigt hatte.

Das SHWBw unterstützte den Soldaten hinsichtlich der Beerdigung seiner Frau mit 4.400.‑ Euro.

 

Assistenzhund und Fahrkosten

Herr Hauptfeldwebel H. ist verheiratet und hat mit seiner Ehefrau ein gemeinsames Kind im Alter von 2 Jahren. Frau H. ist nicht berufstätig. Sie hat zwei Kinder mit in die Ehe gebracht (13 und 9 Jahre), Hauptfeldwebel H. hat aus erster Ehe ebenfalls eine Tochter, die regelmäßig zu Besuch kommt. Der 13-jährige Stiefsohn leidet unter „Duchenne Muskeldystrophobie“ und ist auf den Rollstuhl angewiesen (Pflegestufe III). Therapeutisch wurde die Anschaffung eines Assistenzhundes empfohlen. Assistenzhunde sind darauf ausgebildet, behinderten Menschen mehr Alltagskompetenz zu ermöglichen. Im Fall der Familie H. soll er eine echte Entlastung für die Eltern, besonders aber für das Kind ermöglichen. Der Hund konnte zwar über einen Verein und Spenden finanziert werden, allerdings entstanden noch Kosten für die Übernahme des Tieres im Ausland (mit Schulung des Kindes), die die Familie nicht ohne weiteres aufbringen konnte. Als deutlicher Kostenfaktor erwiesen sich auch die Besuchsfahrten an das Krankenbett des Kindes während einer OP an der Wirbelsäule.

Das Soldatenhilfswerk hat auf Antrag des zuständigen Sozialdienstes der Bundeswehr einen Kostenbeitrag in Höhe von 2.500.- Euro an Familie H. überwiesen.

 

Delphin-Therapie für die Tochter

Herr Hauptfeldwebel K. ist ist verheiratet und hat eine Tochter im Alter von 8 ½ und zwei Söhne im Alter von 4 ½ und 1 ½ Jahren. Tochter Lena ist von Geburt an schwerstbehindert. Bereits 2011 wurde bei der Tochter eine Delphintherapie durchgeführt, die vom Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. mit 6.000.- Euro bezuschusst wurde. Aufgrund des nachhaltigen Erfolgs dieser speziellen Therapie plant die Familie jetzt eine Neuauflage und hat sich über den zuständigen Sozialdienst auch wieder an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um Unterstützung gewandt.

Das Soldatenhilfswerk hat diesem Antrag erneut entsprochen. Da Delphintherapien inzwischen günstiger angeboten werden, hat der Spendenausschuss des Soldatenhilfswerks diesmal 3.500.- Euro bewilligt.

 

Tod während eines Lehrganges

Herr Stabsfeldwebel K. wurde zur Fortbildung auf einen Lehrgang nach Hannover kommandiert. Dort kam es am Morgen des 14. Dezember 2012 zu einem schweren Herzinfarkt, in dessen Folge er am selben Morgen verstarb. Er hinterließ seine Ehefrau und zwei Kinder.

Wir konnten hier mit einer Überweisung von 4.400.- Euro helfen.

 

Reservist leidet an PTBS

Der Oberfeldwebel der Reserve S. ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er war während seiner Dienstzeit als Rettungsassistent ca. 200 Einsatztage auf dem Balkan eingesetzt. Er leidet unter PTBS, das WDB-Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Frau S. befindet sich ebenfalls in einer schlechten gesundheitlichen Verfassung. Sie leidet an einem chronischen Erschöpfungssyndrom und einer schweren Augenerkrankung. Die Söhne sind zwar beide hochbegabt, beide leiden jedoch an ADHS und sind anerkannte Schwerbehinderte. Außer einer geringen Rente von Herrn S. und einem ebenfalls sehr geringen Arbeitseinkommen von Frau S. verfügt die Familie über keine weiteren Einkünfte.

Der zuständige Sozialdienst der Bundeswehr hat einen Antrag auf Unterstützung an die „Härtefall-Stiftung“ gerichtet. Da die Prüfung und Entscheidung des Antrages bei der „Härtefall-Stiftung“ einige Zeit in Anspruch nimmt, hat das Soldatenhilfswerk sehr rasch und unbürokratisch als Soforthilfe 1.000.- Euro für notwendige Förderungsmaßnahmen für die Söhne überwiesen.

 

Krebserkrankung

Nach einem epileptischen Anfall Anfang März 2013 stellte sich heraus, dass Obergefreiter W. unheilbar an einem besonders aggressiven Krebs leidet. Seit November 2013 war er halbseitig gelähmt und hatte seitdem Schwierigkeiten, sich zu artikulieren. Er wurde im Haus seiner Eltern gepflegt. Durch Inanspruchnahme einer Heilpraktikerin entstanden der Familie Kosten, die nicht im Rahmen der freien Heilfürsorge übernommen werden. Das Soldatenhilfswerk hat als erste Maßnahme Kosten in Höhe von 500.- Euro übernommen.

Im Januar 2014 erhielten wir dann die traurige Nachricht, dass der junge Soldat über die Weihnachtstage seinem Leiden erlegen ist und erlöst wurde. Wir unterstützten die Familie daraufhin noch einmal mit 3.500.- Euro.

 

Tod eines Kindes

Herr Stabsgefreiter L. hatte mit seiner Lebensgefährtin seit dem 13. November 2012 eine kleine Tochter, die allerdings seit der Geburt an gesundheitlichen Problemen litt. Das Kind musste monatelang in verschiedenen Kliniken behandelt werden. Nachdem sich die gesundheitliche Situation halbwegs zu stabilisieren schien, verstarb die Tochter dann plötzlich und unerwartet drei Tage nach ihrem ersten Geburtstag.

Das SHWBw hat die trauernde Familie mit 3.500.- Euro unterstützt.

 

Unerwarteter Tod

Herr Hauptmann O. verstarb am 19. November 2013 außer Dienst eines plötzlichen und natürlichen Todes. Er hinterließ seine Ehefrau und drei Kinder, von denen eines noch minderjährig und im gemeinsamen Haushalt wohnhaft ist. Zur Milderung der Belastungen für die Familie durch den schmerzlich frühen und unerwarteten Verlust stellte der zuständige Dizplinarvorgesetzte in Verbindung mit dem Sozialdienst der Bundeswehr einen Antrag auf Unterstützung durch das Soldatenhilfswerk. Es konnte eine Kameradschaftshilfe in Höhe von 2.700.- Euro überwiesen werden.

Suizid

Am 28.03.2014 verübte Herr Stabsfeldwebel K. Suizid. Er hinterlässt seine Ehefrau und einen 14jährigen Stiefsohn. Auf Antrag des zuständigen Sozialdienstes der Bundeswehr hat das Soldatenhilfswerk die Witwe mit einem Betrag von 3.700.- Euro aus seinem Spendenaufkommen unterstützt, um die schwierige persönliche und finanzielle Situation zu mildern.

 

Behindertengerechter Umbau und Fahrtkosten

Herr Hauptgefreiter Z. ist seit einem privaten Unfall querschnittsgelähmt und vollständig auf fremde Hilfe angewiesen. Den Eltern, die die Betreuung ihres Sohnes übernommen haben, ist es nach monatelangem Suchen gelungen, eine geeignete Wohnung (barrierefrei und behindertengerecht) in Osnabrück zu finden. Da die Eltern über nur geringe Einkünfte verfügen und sie von Hartz IV leben, waren sie auf geliehenes Geld von Verwandten und Freunden angewiesen. Insgesamt waren an Unterstützungsgeldern von den Eltern für ihren Sohn (darunter höhere Mietkosten, Kaution, Vorauszahlungen für nötige Umbauten, Fahrtkosten etc.) Beträge im beinahe fünfstelligen Bereich zusammengekommen.

Der betreuende Sozialdienst der Bundeswehr hat sich vor diesem Hintergrund an das Soldatenhilfswerk mit der Bitte um Unterstützung gewandt. Das Soldatenhilfswerk hat den Antrag im Spendenausschuss beraten und eine Kameradschaftshilfe von 15.000,00 Euro bewilligt.

 

Erkrankung und Umzug

Hauptfeldwebel B. ging 2011 mit der Familie (Ehefrau und Zwillinge) in eine Auslandsverwendung, die eigentlich bis Juni 2014 anberaumt war. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Herr B. im Ausland nicht länger weiterverwendet werden, musste aber mit Inlandsgehalt noch für die Dauer eines halben Jahres seine Mietwohnung im Ausland weiter bezahlen. Ein Auto, das für Arzt- und Klinikbesuche dringend benötigt wurde, konnte zunächst nur gemietet und nicht gekauft werden, da Herr Hauptfeldwebel B. nicht mit erstem Wohnsitz in Deutschland gemeldet werden konnte. Es ergab sich ein hoher Finanzbedarf, der nur mit einem Kredit aufgefangen werden konnte. Um den Kreditbedarf für Herrn B. herabsetzen und damit niedrigere Monatsraten zu erzielen, wandte sich das zuständige Bundeswehr-Dienstleistungszentrum an das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. mit der Bitte um eine Spende.

Der Spendenausschuss des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e.V. hat den Antrag des Sozialdienstes der Bundeswehr beraten und entschieden, Hauptfeldwebel B. mit einer Kameradschaftshilfe von 4.500.- Euro zu unterstützen.

 

Marinesoldat ist spurlos verschwunden

Herr Stabsgefreiter B. war auf einer schwimmenden Einheit der Marine eingesetzt, bevor er im Februar 2013 spurlos verschwand. Die mehrtägige Suche unter Mitwirkung der Feldjäger verlief ergebnislos. Zurückgelassen hat er seine junge Ehefrau und seine dreijährige Tochter, die beide erst Mitte 2012 von Bayern nach Norddeutschland umzogen, um als Familie hier zu leben.

Die finanzielle Situation gestaltet sich derweil äußerst schwierig: Mit ihrem eigenen geringen Einkommen konnte die Ehefrau den Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft bestreiten. Aufgrund der ungeklärten Abwesenheit von Herrn B. stellte die Bundeswehrverwaltung die Gehaltsüberweisungen ein, die ARGE in Wilhelmshaven war noch dabei zu klären, ob bzw. welche Mittel der Ehefrau zustehen könnten.

In dieser Situation unterstützte das SHWBw e.V. die Ehefrau und das Kind mehrfach mit insgesamt 5.500.- Euro.

Im Mai 2013 wurde der Soldat tot im Hafenbecken gefunden. Das SHWBw unterstützte die Witwe nochmals mit 3.500.- Euro.

 

Bruder tödlich verletzt

Frau Stabsgefreiter P. hatte sich am letzten Tag eines Auslandseinsatzes eine schwere Verletzung zugezogen.

Nach Rückkehr vom Einsatz hatte sie einen Termin bei einem Facharzt; ihr Bruder fuhr sie. Auf dem Rückweg verunglückten sie, die Soldatin erlitt schwere und ihr Bruder tödliche Verletzungen. Die Soldatin befindet sich zwischenzeitlich aufgrund des Erlebten in psychotherapeutischer Behandlung.

Die Eltern sind zur Übernahme der Bestattungskosten für den Bruder finanziell nicht in der Lage gewesen. Daher hat Frau P. diese Kosten aus ihren Ersparnissen aus dem Auslandseinsatz bestritten.

Aufgrund des niedrigen Dienstgrades von Frau P. hat der zuständige Sozialdienst der Bundeswehr beim Soldatenhilfswerk um einen Zuschuss zu den Bestattungskosten gebeten. Dieser Bitte konnte mit einer Summe von 3.500.- Euro entsprochen werden.

 

Trennung, Kinderbetreuung

Frau Stabsgefreiter A. ist nach der Trennung von ihrem Lebensgefährten Ende 2012 alleinerziehende Mutter eines 9-jährigen Sohnes. Durch die neue Lebenssituation entstanden erhebliche zusätzliche Kosten, insbesondere höhere Mietkosten und Rechtsanwaltskosten, da eine gütliche Trennung mit dem ehemaligen Lebensgefährten nicht möglich war. Zusätzliche finanzielle Belastungen entstanden durch einen Verkehrsunfall im März 2013. Die Belastungen der letzten Monate führten bei Frau A. auch zu psychosomatischen Erschöpfungssyndromen, was wiederum negative Auswirkungen auf den Sohn hatte, der bereits an ADHS litt.

Vor diesem Hintergrund hat das Soldatenhilfswerk den Antrag des zuständigen Sozialdienstes der Bundeswehr beraten und entschieden, Frau Stabsgefreiter A. mit 2.000.- Euro aus dem Spendenaufkommen des Soldatenhilfswerk zu unterstützen. Vorausgegangen war im Mai 2011 eine Zahlung von 500.- Euro an Frau A., um die Kosten für die Betreuung des Sohnes durch eine Tagesmutter zu mindern.

 

Impfschäden/Liegefahrrad

Herr Oberfeldwebel Z. lebt mit seiner Lebensgefährtin in einem gemeinsamen Haushalt. Als Studentin verfügt die Lebensgefährtin über kein nennenswertes eigenes Einkommen. Aufgrund einer Schädigung durch eine Kompaktimpfung vor einem Auslandseinsatz ist der Soldat zu 80% schwerbehindert. Eine Wehrdienstbeschädigung ist bis heute nicht anerkannt. In der letzten Rehabilitationsmaßnahme wurde Herrn Z. von dem behandelnden Arzt die Anschaffung eines Liegefahrrads empfohlen, um seinen Bewegungsradius zu vergrößern. Die erheblichen Kosten für dieses Hilfsmittel in Höhe von ca. 9.000,- Euro wurden vom Dienstherrn nicht übernommen.

Das Soldatenhilfswerk beteiligte sich zusammen mit dem von Rhodich’schen Legatenfonds sowie dem Bundeswehr Sozialwerk e.V. an den Kosten und übernahm davon 3.500.- Euro.

 

Operationskosten

Herr Stabsfeldwebel B. ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 17 und 14 Jahren. Bei beiden Kindern waren Hüftoperationen wegen im Kleinkindalter nicht erkannter Hüftdysplasien erforderlich. Die Operationskosten für beide Kinder beliefen sich zusammen auf ca. 45.000.- Euro. Da die Operationen in einer Privatklinik durchgeführt wurden, erfolgte keine vollständige Kostenerstattung. 7.300.- Euro blieben als Eigenanteil zu Lasten des Soldaten übrig. Für einen Sohn ist eine weitere Operation erforderlich. Zur Bewältigung der schwierigen finanziellen Lage wandte sich der zuständige Sozialdienst der Bundeswehr an das Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. mit der Bitte um eine Kameradschaftshilfe.

Der Spendenausschuss des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr e.V. hat den Antrag beraten und entschieden, Familie B. mit einem Betrag von 5.000.- Euro zu unterstützen.